BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Presse // 3. Mai 2011

Vom Efeu bis zum Schachtelhalm

Botanische Gärten sind ein beliebtes Ausflugsziel. Gern lassen sich die Besucher von Farben und Düften der Pflanzen betören. Auf den Gedanken, dass in dem sinnlichen Blütenmeer auch nüchterne Wissenschaft betrieben wird, kommen die wenigsten. Das soll sich in der diesjährigen Woche der Botanischen Gärten ändern: Die Veranstalter wollen den Blick auf die Gärten als Ort der Hightech-Wissenschaft lenken.

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Presse // 2. Mai 2011

Neue Professoren für den Studiengang Bionik in Bocholt berufen

Dr. Andrea Springer und Dr. Martin Maß unterrichten als neu berufene Professoren seit Beginn des Sommersemesters 2011 die Fächer Chemie und Werkstoffkunde sowie Bionik und Physik im Fachbereich Maschinenbau am Standort Bocholt der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Bocholt. “Lernen soll Spaß machen und das erreiche ich nur, wenn den Studierenden ein Lämpchen aufgeht und sie das Fach Chemie verstehen und lieben lernen“, ist sich Dr. Andrea Springer (37) als neu berufene Professorin des Studiengangs Bionik in Bocholt sicher. Auch ihr zeitgleich neu berufener Kollege Professor Dr. Martin Maß (35) stimmt ihr zu und ergänzt: “Bionik kommt nicht vom Bioladen. Wer Bionik lernen will, muss Bionik verstehen und machen und darf nicht nur zuschauen. Dazu gehören neben den Grundlagen in der Chemie auch die der Physik.“

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Forschung // 26. April 2011

Das Ameisen-Floß

Um bei einer Flut nicht zu ertrinken, schließen sich die Insekten zu erstaunlichen Strukturen zusammen

Feuerameisen haben eine ungewöhnliche Strategie entwickelt, um trotz ihrer eher mäßigen Schwimmkünste die regelmäßigen Überschwemmungen in ihrer Heimat unbeschadet zu überstehen: Sie bilden ein lebendes Floß aus Tausenden einzelner Tiere, das monatelang auf dem Wasser herumdümpeln kann. Wie die winzigen Insekten es dabei schaffen, weder unterzugehen noch zu ertrinken, haben nun US-Forscher direkt am Objekt untersucht. Demnach verhaken sich die Ameisen mit ihren Kiefern und Füßen ineinander und bilden so eine Art wasserabweisendes Gewebe, in das zusätzlich Luftblasen eingeschlossen sind, um den Auftrieb zu erhöhen.

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Forschung // 18. April 2011

Warum bekommt der Specht keine Gehirnerschütterung?

Wenn der Mensch mit dem Kopf auf eine harte Oberfläche schlägt, drohen ihm Kopfschmerzen, im schlimmsten Fall sogar eine Gehirnerschütterung. Dem Specht macht das nichts aus. Obwohl er ständig mit seinem Schnabel auf Baumstämmen herum hämmert. Warum halten Kopf und Hirn von Spechten eigentlich den enormen Belastungen stand?

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Presse // 18. April 2011

Erfolgreichster Innovator aller Zeiten

Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Fritz Brickwedde, ist ein begeisterter Fürsprecher der Bionik. In unserem Interview sagt er warum:

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Presse // 13. April 2011

Bionik im Betrieb

Lösungen der Natur erkennen und auf technische Anwendungen übertragen

Bionik bedeutet die Übertragung von Lösungsprinzipien der belebten Natur in technische Anwendungen. Mit der Veranstaltungsreihe “Bionik im Betrieb“ will die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums die Anwendungspotenziale der innovativen Wissenschaftsdisziplin Bionik ins Bewusstsein der Anwender aus Mittelstand und Industrie rücken. Hochkarätige Experten stellen F&E-Projekte zu den Themen Oberflächen, Leichtbau und Struktur, Materialien sowie Antriebe und Sensoren vor. Ein Ziel der Veranstaltungsreihe ist die nachhaltige Vernetzung regionaler Unternehmen, Wissenschaftler und Ingenieure und weiterer Anwender der Bionik.

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Forschung // 13. April 2011

Die perfekte Betonwand

Die Architektin Neri Oxman will Bionik und 3D-Druck zu einer neuen Konstruktionstechnik für Gebäude kombinieren.

Gebäude werden üblicherweise aus vorfabrizierten Bausteinen wie Ziegeln, Betonpfeilern, Stahlträgern und Glasplatten errichtet. Die MIT-Architektin Neri Oxman will mit dieser Bauweise brechen und eine bislang als skurril geltende Idee weiterentwickeln: Häuser auszudrucken.

Ursprünglich waren “3D-Drucker“ – zunehmend eine Sammelbezeichnung für Rapid-Prototyping-Maschinen – dafür gedacht, aus Computermodellen Schicht für Schicht Plastik-Gegenstände zu fertigen. Längst ist die Technik so weit gediehen, dass sich auch andere, haltbarere Materialien als Kunstharze verarbeiten lassen. Aus Stahlpulver etwa werden mittels der Lasersinter-Technik bereits seit vielen Jahren Autoteile in Kleinserien gefertigt.

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Forschung // 13. April 2011

Namib-Käfer als Vorbild für ergiebigen Nebelfänger

HighTex-Materialien der Zukunft oft der Natur nachempfunden

Die Textilforschung erwartet aus der Übertragung von Wirk- und Konstruktionsprinzipien aus der Natur einen Materialschub in Form von neuen faserbasierten Werkstoffen. Jüngste Entwicklung ist ein Nebelfänger, der die Trinkwassergewinnung aus der Luft in küstennahen Zonen revolutionieren könnte.

Wie Dr. Klaus Jansen, Geschäftsführer des 16 Brancheninstitute umfassenden Forschungskuratoriums Textil mitteilt, gibt die deutsche Textilforschung auch mit Blick auf bionische Innovationen international den Ton an. Unumstrittenes Kompetenzzentrum in diesem Bereich und gleichzeitig Kern bzw. wichtiger Bestandteil von zum Teil internationalen Bioniknetzwerken ist das bei Stuttgart ansässige Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV). Erste Entwicklungen wie selbstreinigende Textilbeschichtungen zum Beispiel auf Markisen – hierbei kommt der Lotuseffekt zur Anwendung – seien im Mittelstand angekommen. Sie sorgten als Weltneuheit bei den Herstellern für Umsatz und Arbeitsplatzsicherung, so Jansen.

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Presse // 13. April 2011

Bionik steigert Effizienz in der Chef-Etage

Wirtschaft und Gesellschaft gehen durch größten Umwandlungsprozess

– Bislang haben sich vor allem die Technik- und die Automobilbranche der Bionik bedient und Produkte geschaffen, bei denen die Natur als Ideengeber dient. Die dabei entstandenen Lösungen gelten dabei oft nicht nur als nachhaltig, sondern auch als budgetschonend. Doch auch in der Wirtschaft kann sich die Bionik gewinnmaximierend auswirken. “Unsere bionischen Management-Lösungen verbreiten sich immer schneller. Sie haben durchschlagende Wirkungen und eine bisher nicht für möglich gehaltene Lösungskraft“, erklärt Fredmund Malik, Management-Experte und Gründer von Malik Management http://www.malik-management.com/de, gegenüber pressetext.

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Forschung // 29. März 2011

Laufkäferlarven rollen sich auf der Flucht in der Luft zusammen

Die Larven eines Sandläuferkäfers machen sich bei drohender Gefahr mit Hilfe einer ganz eigenen Technik aus dem Staub: Sie springen in die Luft, rollen sich vorwärts zu einer Art Rad ein und lassen sich dann vom Wind tragen, bis sie in einiger Entfernung vom Ausgangsort wieder sanft auf dem Boden landen. Das haben zwei amerikanische Wissenschaftler entdeckt, als sie an einem Strand auf Cumberland Island vor der Küste des US-Staats Georgia Larven von Cicindela dorsalis media beobachteten. Entscheidend für eine erfolgreiche Flucht war dabei neben dem Wind ein flacher Sandboden, sagen die Wissenschaftler. Es könnte daher sein, dass es heute weniger Sandlaufkäfer gibt als noch vor ein paar Jahren, weil Badeurlauber auf Cumberland Island den Sand immer mehr aufwühlen, schreiben Alan Harvey von der Georgia Southern University in Statesboro und Sarah Zukoff von der University of Missouri in Columbia.

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Forschung // 29. März 2011

Nano-Verbundwerkstoff wird durch häufige Belastungen stabiler

Ein Verbundwerkstoff aus Nanoröhrchen und Kunststoff wird stabiler, je stärker und häufiger er belastet wird. Dieses überraschende Verhalten haben US-amerikanische Forscher um Brent Carey von der Rice-Universität in Houston zufällig entdeckt: Sie verformten das Material mehrere Millionen Mal und dabei stellten verblüfft fest, dass es nicht wie erwartet ermüdete und brach, sondern sogar um zwölf Prozent an Festigkeit gewann.

Einen ähnlichen Trainingseffekt gibt es auch bei Muskeln und Knochen, erläutern die Wissenschaftler. Welche physikalischen und chemischen Prozesse im Fall des neuen Verbundwerkstoffs für die ungewöhnliche Eigenschaft verantwortlich sind, wissen die Forscher noch nicht. Sie hoffen aber, eine neue Klasse sogenannter adaptiver Materialien gefunden zu haben – Stoffe, die sich automatisch auf veränderte Ansprüche einstellen. Es sei beispielsweise denkbar, dass der neue Verbundwerkstoff einmal als eine Art künstlicher Knorpel dienen könnte: An den Stellen, an denen er besonders belastet wird, würde er sich selbst verstärken, während er in Bereichen mit weniger starker Belastung flexibel bleibt, berichten die Forscher.

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