BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 31. August 2009

Ente als Vorbild für Schiffsantrieb

Hat die Schiffsschraube ausgedient?

20 Jahre lang hat Hermann Dettwiler nachgedacht, gezeichnet, entwickelt, verworfen, physikalische Prinzipien in Frage gestellt, wieder neu begonnen und Prototypen konstruiert, bis er am Ziel war: Eine neue Antriebstechnik war erfunden, die vor allem in der Flussschifffahrt die herkömmliche Schiffsschraube ersetzen soll.

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Forschung // 28. August 2009

Taufliege bringt Forscher auf Idee für wirksames Repellent

Ausgerechnet die lästigen kleinen Taufliegen und ihre Gewohnheit, in Scharen überreife Früchte zu umschwärmen, haben Forscher jetzt auf die Idee für ein günstiges umweltfreundliches Mückenschutzmittel gebracht: Die Früchte enthalten Duftstoffe, die die Fliegen sozusagen blind gegenüber Kohlendioxid machen. Da auch Stechmücken dieses Gas in der von Tieren und Menschen ausgeatmeten Luft wahrnehmen und es als Wegweiser zu ihrer Beute nutzen, könnten diese oder ähnliche Duftstoffe in Zukunft helfen, den “Moskito-Mensch-Kontakt zu reduzieren“, wie es die Forscher formulieren. In einem Laborversuch haben sie bereits nachgewiesen, dass die Mücken prinzipiell ähnlich reagieren wie die Taufliegen.

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Presse // 28. August 2009

Lüftungsgitter für Großtraktoren


Ein Auftrag mit Renommee und zugleich technologischer Meilenstein: Bei der Entwicklung griff Graepel tief in die Trickkiste und schuf mit Anleihen aus der Bionik ein Lüftungsgitter, das mit geringstem Materialeinsatz ein Höchstmaß an Luftdurchsatz und Steifigkeit aufweist.

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Presse // 28. August 2009

Geschichte – Von der Natur gelernt – Faltmöbel

Die Natur bringt uns immer wieder zum Staunen. Erledigt sie doch alles viel effizienter als unsere technischen Konstruktionen auf die wir Menschen gerne so stolz sind. Letztlich läßt sich alles vom Menschen Erdachte auf natürlichen Aufbau und Prozesse zurückführen. Umgekehrt läßt sich dieses Wissen vom Menschen nutzen, wenn er es studiert und diese Strukturen und Prozesse hinterfragt und kennenlernt. Eine junge Wissenschaft, genannt Bionik, ermöglicht diese Einsicht.

Eine Teilwissenschaft daraus beschäftigt sich mit Faltstrukturen. Käfer falten ihre Flügel. Pflanzen ihre Blätter, um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen.

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Forschung // 24. August 2009

Gelenke aus dem Baukasten vereinfachen humanoide Systeme

Humanoide Roboter kommen. Wer einmal beim “RoboCup“ den künstlichen Athleten beim Fussballspielen zusah, der ahnt, wie rasch die Entwicklung voranschreitet. Mit einem “Roboter-Baukasten“ für Gelenke will Tribokunststoff-Spezialist igus Konstrukteuren jetzt das Leben bei der Entwicklung humanoider Systeme leichter machen.

“Bei der Entwicklung von humanoiden Robotern verbringen wir unendlich viel Zeit mit der Mechanik.“ Über diesen Umstand klagte Dr. Rudolf Bannasch, Geschäftsführer der Berliner Evo-Logics, ein Hightech-Unternehmen im Bereich Bionik und Humanoide Roboter, Und gab damit Kunststoff-Spezialist Igus den ausschlaggebenden Impuls für die Entwicklung von Kunststoff-Skelettteilen.

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Forschung // 24. August 2009

Warum Menschen immer im Kreis laufen

Beim Herumirren ergibt sich die geometrische Form zwangsläufig

Menschen laufen ohne Orientierungshilfe im Kreis, selbst wenn sie versuchen, eine Richtung einzuhalten. Dahinter steckt aber nicht, wie häufig behauptet, die Dominanz eines Beins, das einen immer in eine bestimmte Richtung drängt. Vielmehr irren die Wanderer zufällig herum, und die Kreisform ergibt sich automatisch irgendwann aus den zufälligen Abweichungen von der angepeilten geraden Linie. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen herausgefunden, als sie Versuchsteilnehmer im Rheintal und in der Sahara mit GPS-Geräten verfolgten und ihre Wege aufzeichneten. Menschen verlieren demnach ohne optische oder akustische Hilfe jeden Orientierungssinn.

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Forschung // 24. August 2009

Meeresbewohner liefert Vorbild für Medizinprodukt

Bionik. – Ein bescheidener Wurm vom Meeresboden hat einen phantastischen Schnellkleber entwickelt. Materialforscher der Universität Utah wollen den Stoff nachahmen und für chirurgische Einsätze nutzen. Auf der Tagung der Amerikanischen Chemiker in Washington haben sie gerade den Stand ihrer Forschung vorgestellt.

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Presse // 24. August 2009

Janine Benyus redet über Bionik – Eine Disziplin zum Verlieben

Die Wissenschaftsautorin Janine Benyus redet bei ted.com über Bionik (auch Biomimikry genannt, englisch Biomimicry). Sie stellt dort einige bekannte Bionikbeispiele vor. Beispiele dafür, dass die Natur Jahrhunderte lang ein Optimum für bestimmte Probleme durch Evolution (Weiterentwicklung von Phenotypen durch Genotypische-Veränderungen) entwickelt hat. Warum soll sich die Technik nicht dieser biologischen Vorteile bedienen, warum soll der Mensch nicht von der Natur lernen?

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Forschung // 17. August 2009

Orangenduft als Waffe

Laufkäfer produzieren eine nach Orange riechende Substanz, um Feinde in die Flucht zu schlagen. Dieser Limonen genannte Stoff ist in vielen Anti-Insekten-Mitteln enthalten. Daneben produzieren die Tiere weitere Abwehrstoffe, die mit Hilfe des Limonens die äußerste Schicht der Panzer feindlicher Insekten durchdringen können. Dieses effiziente Verteidigungssystem entdeckten der in den USA für seine “Drugs from Bugs“-Forschung bekannte Forscher Athula Attygalle vom Stevens-Institut für Technologie in Hoboken und seine Kollegen bei der Untersuchung mehrerer Arten der weit verbreiteten Käfer.

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Presse // 17. August 2009

Top-Jobs in der Autobranche


Im Staufenbiel-Heft wird natürlich trotzdem das Thema CO2 aufgegriffen. Die CO2-Reduktion kann nur erfolgreich sein, wenn die Autos leichter werden. Das gelingt, wenn man sich einige Tricks bei der Natur abschauen kann – was Bionik-Ingenieure machen. Auch bei einigen Tricks für die Lackproduktion stand Mutter Natur Pate.

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Forschung // 13. August 2009

Das Gehirn nutzt ein Scheinwerfer-Prinzip zum Suchen

Wer in einem Café nach einem bekannten Gesicht sucht, nutzt dabei unbewusst eine Art geistigen Scheinwerfer – ein Objekt nach dem anderen wird einzeln beleuchtet. Das schließt ein US-Forscherduo aus den Ergebnissen von Versuchen mit zwei Affen. Die Geschwindigkeit des geistigen Suchscheinwerfers wird dabei von der Gehirnaktivität bestimmt: Sie folgt einem bestimmten Rhythmus, bei dem sich aktive und inaktive Phasen in einer Art Wellenbewegung abwechseln. Die Eindrücke werden also einer nach dem anderen verarbeitet, wobei der Scheinwerfer bis zu 25 verschiedene Objekte pro Sekunde beleuchten kann. Dies sei eines der ersten Beispiele für eine direkte Rolle der schon lange bekannten Hirnwellen bei der Reizverarbeitung, schreiben die Wissenschaftler.

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