BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 25. Februar 2011

Speed-Segler aus HighTex-Materialien

Schwäbische Technik-Studenten wollen ab 2011 mit einem besonders leichten wie schnellen Hydrofoil-Segler auf Rekordjagd gehen. Das unsinkbare Boot von Raphael Geiger und Florian Fritz – ausgezeichnet mit dem “Innovationspreis Textil + Mode“ in der Sparte Technische Textilien – vereint faserbasierte Leichtbaumaterialien und -Technologien mit bionischen Konstruktionsprinzipien.

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Presse // 25. Februar 2011

Erfolgreich ins Jahr 2050

In seinem dritten Buch “Erfolgreich ins Jahr 2050“ startet der Horber Unternehmer Roland Riese einen “letzten Aufruf zum Überleben des Wirtschaftsstandortes Deutschlands“. Sorgen bereitet ihm, dass man sich zu früh über Erfolge nach der Krise freut und dem Irrglauben nachhängt, man habe bereits die wirtschaftliche Absicherung der deutschen Zukunft erreicht.

Deutschland könne die höheren Kosten nur durch Verschlankung in allen Bereichen kompensieren. Man werde gezwungen sein, den Rohstoffeinsatz drastisch zu reduzieren sowie mit Hilfe revolutionärer Softwarelösungen neu zu entwickeln. Auch die Bionik werde künftig eine entscheidende Rolle im wirtschaftlichen Überlebenskampf spielen.

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Forschung // 24. Februar 2011

Wie man zu einem dritten Arm kommt

Forscher schaffen die Illusion eines zusätzlichen Körperteils

Schwedische Wissenschaftler haben bei Testpersonen die Illusion erzeugt, sie würden einen dritten Arm besitzen. Die Probanden entwickeln dabei das Gefühl, ein künstlicher Arm sei ein zusätzlicher Teil ihres Körpers. Erreichen lässt sich dieser Effekt mit einer überraschend simplen Methode: Die Testperson sitzt an einem Tisch und sieht eine realistisch aussehende Armprothese direkt neben dem eigenen rechten Arm. Wenn die Wissenschaftler nun synchron sowohl den künstlichen Arm als auch den realen berühren, entsteht durch diesen Anblick bei den Probanden die skurrile Fehleinschätzung. Die Forscher glauben, diese Methode könnte Potenzial etwa für die Therapie von Schlaganfallpatienten haben, deren Körpergefühl beeinträchtigt ist.

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Forschung // 22. Februar 2011

Gedankenkontrollierte Rollstühle und fühlende Prothesen

Forscher präsentieren Fortschritte bei Bionik-Konferenz

Ein Rollstuhl, der sich mittels Gedanken steuern lässt, ist bereits Realität und bald könnte die künstliche Haut auf Prothesen lernen Temperatur und andere Umwelteinflüsse zu spüren. Solche und ähnliche Innovationen zeigten Wissenschaftler nun auf der jährlichen Bionik-Konferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org in Washington.

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Forschung // 16. Februar 2011

Wasserpflanzen fangen Beutetiere mit Hilfe von Unterdruck

Fleischfressende Wasserpflanzen fangen Beutetiere mit Hilfe von Unterdruck in Sekundenbruchteilen

Ein deutsch-französisches Forscherteam hat herausgefunden, wie im Wasser lebende fleischfressende Pflanzen ihr Futter einfangen – und dabei gleichzeitig eine der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich entdeckt: Die Pflanzen aus der Gattung der Wasserschläuche erzeugen einen starken Unterdruck in ihren Fangblasen, durch den sie ihre Beute regelrecht einsaugen. Berühren ahnungslose Kleinstlebewesen die feinen Borsten an der Pforte der tödlichen Falle, öffnet sich diese, und das Wasser wird mit dem Opfer in die Fangblase gesaugt. Dabei benötigen die Pflanzen weniger als eine Millisekunde, um die kleinen Beutetiere zu verschlingen. Den ausgeklügelten Beutefangmechanismus der Wasserschläuche konnten die Forscher jetzt erstmals mit Hilfe spezieller Videoaufzeichnungen bis ins Detail beobachten und biophysikalisch untersuchen.

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Forschung // 11. Februar 2011

Flöhe nutzen die vordersten Glieder ihrer Beine zum Abspringen

Flöhe stoßen sich bei ihren imposanten Sprüngen vor allem mit den Zehen ab, den auch Tarsen genannten vordersten Teilen ihrer Beine. Das haben zwei britische Forscher jetzt mit Hilfe von Filmaufnahmen und einem mathematischen Modell zeigen können. Der Rest des kompliziert aufgebauten Flohbeins dient dagegen vor allem dazu, die im Brustbereich gespeicherte Energie auf die Zehen zu übertragen. Zwar setzen die kleinen Blutsauger meist vor dem Sprung auch das knieartige Gelenk zwischen Hüfte und dem ersten Schenkelglied auf dem Boden auf. Nötig scheint das jedoch nicht zu sein, schließen Gregory Sutton und Malcolm Burrows aus ihrer Arbeit.

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Presse // 9. Februar 2011

Erste mobile Bionik-Ausstellung eröffnet

Die landesweit erste mobile Bionik-Ausstellung ist am Dienstag in Stuttgart eröffnet worden. Die Sammlung mit dem Titel “PatenteNatur – NaturPatente: Was Bionik der Umwelt bringt“ solle vor allem bei jungen Menschen die Faszination für die einzigartigen Erfindungen der Natur wecken, sagte Umweltministerin Tanja Gönner (CDU).

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Forschung // 8. Februar 2011

Spechtkopf inspiriert Entwicklung von Stoßdämpfern

Bekommt der Specht Kopfweh, wenn er gegen den Stamm hämmert?“ Diese Frage stellen sich wohl viele Menschen, wenn sie sehen, wie der Vogel presslufthammerartig gegen den Stamm hackt. Das Tier leidet nach getaner Holzarbeit jedoch nicht im Geringsten unter Schmerzen, denn sein Hirn ist sehr gut gepolstert – was So Sang-Hee Yoon und Sungmin Park von der University of California in Berkeley nun zu einem extrem stabilen Stoßdämpfer inspiriert hat.

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Presse // 7. Februar 2011

Biosphäre Potsdam: Mach mit beim Filmprojekt

Jugendliche können in der Tropenwelt das Thema Bionik verfilmen

Verfilmte Bionik! Unter dem Motto “gute Beobachter sind die besten Regisseure“ wird im Februar zum Filmprojekt aufgerufen. Es geht darum, im Film abzubilden, welche genialen Entwicklungen der Natur für die Technik zur Inspirationsquelle wurden oder werden könnten. Davon ist die Biosphäre voll bis oben hin, und daher ist dies der ideale Ort für ein solches Projekt. Der Film wird begleitend zur Ausstellung “Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ gezeigt, die am 16. Februar beginnt und bis zum 5. Juni zu sehen sein wird. Außerdem geht es ein in einen bundesweiten Wettbewerb der futurevision. Die Preisverleihung findet am 30. September 2011 in München satt.

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Presse // 7. Februar 2011

Bionik-Pavillon “Echolot“ auf der BUGA 2011

Die Bundesgartenschau (BUGA) 2011 in Koblenz findet statt vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011. Das Thema der BUGA in 2011 lautet “Koblenz verwandelt“. Der Veranstaltungstitel bezieht sich auf den bunten Strauß an Farben, Formen und Ideen, welche während der BUGA 2011 das Gesicht der Stadt Koblenz verändern. Neben dem Blumenmeer findet auf der diesjährigen BUGA auch ein Bionik-Projekt Platz: Der “Echolot“ ist eine bionische Konstruktion aus Holz. Als Entwurfsgrundlage diente die Echo-Ortungsrufe von Fledermäusen, denn durch die Baumaßnahmen im Vorfeld der BUGA musste notgedrungen in den Lebensraum der heimischen Fledermäuse eingegriffen werden. Dies wurde in der Stadt Koblenz öffentlich heiß diskutiert.

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Forschung // 7. Februar 2011

Achillesferse Achillessehne

Neandertaler waren aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten schlechte Läufer

Der moderne Mensch hat im Überlebenswettkampf mit dem Neandertaler möglicherweise im wahrsten Sinne des Wortes das Rennen gemacht: Der Urmensch war offenbar ein schlechterer Läufer und könnte dadurch beim Überlebenskampf ins Hintertreffen geraten und schließlich ausgestorben sein. Das schließen US-Forscher aus Vergleichen der Fußanatomie von modernen Menschen und Neandertalerüberresten. Der Schwachpunkt des Urmenschen war demnach die geringere Leistungsfähigkeit der Achillessehne. Das sei zwar bei der Jagd auf kurze Distanzen, etwa in Waldgebieten, noch kein großer Nachteil gewesen, sagen die Forscher. Als aber die Wälder während der Eiszeit der offenen Tundra Platz machten, konnte der moderne Mensch durch seinen effizienteren, energiesparenden Laufstil den Neandertaler verdrängen, vermuten sie.

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