BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 6. September 2004

Akustisches Bild dank Fledermaus

Wissenschaftler des Lehrstuhls für Sensorik der Universität Erlangen http://www.uni-erlangen.de/ arbeiten derzeit an den Einzelteilen eines künstlichen Fledermauskopfes. Mit ihm wollen sie erforschen, wie das Senden und Empfangen von Signalen bei Fledermäusen genau funktioniert. Im Rahmen eines EU-Projektes soll mehr über die Objekterkennung mittels Ultraschall in Erfahrung gebracht werden. Spätere Einsatzmöglichkeiten des neuen Wissens sieht das Team vor allem in der Medizintechnik als Orientierungshilfe für Blinde.

Ohren und Mund werden sich beim künstlichen Fledermauskopf originalgetreu bewegen lassen. “Das Drehen des Kopfes und der Ohren ist bei der Erforschung des Ultraschall-Ortungssystems entscheidend“, erklärt Reinhard Lerch, Professor an der UNI Erlangen. “Derzeit arbeiten wir schwerpunktmäßig an den Ohren, die das Signal aufnehmen, und an dem Teil, der das ausgehende Signal erzeugt und empfängt“, so Lerch. Die Forscher nennen dieses Teil Ultraschallwandler.

Die Schwierigkeit bei diesem Gerät war vor allem seine Größe. “Um das Senden und Empfangen realitätsgetreu nachzuvollziehen, darf der künstliche Kopf nicht größer als das Original sein“, so Alexander Streicher, Mitarbeiter von Lerch (rechts im Bild). An der Behebung eines weiteren Problems arbeiten die Wissenschaftler derzeit noch: Bisher ist es ihnen nicht gelungen, den gesamten Frequenzbereich der Fledermäuse (zwischen 20 und 200 kHz) realitätsgetreu zu erzeugen.

Neben den Eigenschaften des Ultraschallwandlers sind das Fledermausohr und dessen unterschiedliche Form für den Empfang entscheidend. Um die Konstruktion zu erleichtern, wurden verschiedene Arten von Fledermausohren mittels Röntgenverfahren eingescannt um daraus Computermodelle für die Simulation und Kunststoffmodelle für die Messung zu erzeugen. Mit Hilfe eines Computerprogramms wurde anschließend die günstigste Richtung der Ohren ermittelt, eine geeignete Form und ein genetischer Algorithmus erzeugt. “Ich könnte mir gut vorstellen, dass künftige Ultraschallsensoren bei blinden Menschen eingesetzt werden können, um Hindernisse akustisch anzuzeigen“, so Lerch.

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Aktuelles // 2. September 2004

Commission outlines strategy to boost EU competitiveness in nano

On 12 May 2004, the Commission adopted an EU strategy to help Europe to become world leader in nanotechnology – from nanoelectronics to self-cleaning nano-fibres and nano-materials for high-performance coatings.

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Forschung // 20. August 2004

Die virale Fabrik

In einem Artikel der ZEIT berichtet Niels Boeing über die
Forschungen der amerikanischen Chemikerin Angela Belcher vom MIT.
Sie fand eine Möglichkeit, Nanodrähte und Halbleiterstrukturen
mittels Bakteriophagen herzustellen. Diese Entdeckung kann die
Computertechnik einen entscheidenden Schritt weiterbringen.

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Forschung // 18. August 2004

Advanced model of the world’s lightest Micro-Fly

EPSON today announced that it has successfully developed a lighter
and more advanced successor to the µFR, the world’s smallest and
lightest micro-flying robot. Turning once again to its
micromechatronics technology, Epson has redefined the state of the
art with its µFR-II micro-flying robot?the world’s new lightest and
most advanced microrobot, which also features Bluetooth wireless
control and independent flight.

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Forschung // 16. August 2004

NASA entwickelt Robonaut

Das Magazin Telepolis berichtet über die Entwicklung eines
humanoiden Roboters. Die NASA entwickelt diesen, um ferngesteuert
Reparaturen außerhalb von Raumschiffen und Raumstationen vornehmen
zu können.

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Aktuelles // 12. August 2004

Auftaktmeeting BIOKON II

Das BMBF will mit der Förderung des Verbundvorhabens BIOKON, Phase
II, ein auf Dauer angelegtes Kooperationsnetzwerk initiieren.
Ziel des BIOKON ist, Synergien in Forschung, Entwicklung und Lehre
aufzubauen, um Innovationen aus der Bionik effizient technisch
umzusetzen, neue Forschungsansätze zu identifizieren,
Industriekooperationen zu intensivieren, Internet und
Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken sowie die Nachhaltigkeit des
Netzes zu sichern.

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Presse // 10. August 2004

Elektrische Eidechse

Fischefangen in der Wüste

Die Erforschung von Wasserstoff hat Ingo Rechenberg längst aufegegeben. Nach dem Geschenk einer Nomadenfamilie beschäftigt sich der Ingenieur lieber intensiv mit dem Sandfisch. Der Wüsten-Taucher gilt als Paradebeispiel der Natur.

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Presse // 9. August 2004

Deutschlandradio – Patentes: BIOKON

High Tech Lösungen aus der Natur

Patentlösungen aus der Natur für die Technik. Das soll das Netzwerk
Biokon II bringen. Biokon II ist die Fortsetzung des ersten
deutschen Bioniknetzwerkes, aus dem zum Beispiel der berühmte
Lotuseffekt für saubere Oberflächen hervorging. Die Industrie nutzt
heute Lacke und baut Hauswände, die dieses Prinzip kopieren. Raue
Oberfläche = saubere Oberfläche. Nun geht die zweite Runde der
technisch interessierten Naturforscher an den Start, mit neuen
Projekten und vielen kleinen Tieren.

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Presse // 5. August 2004

Bionik-Wettbewerb: Zur Förderung ausgewählte Ideen

Mit dem Ideenwettbewerb “BIONIK – INNOVATIONEN AUS DER NATUR“ will das Bundesministerium für Bildung und Forschung der Entwicklung von Ideen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Kreativität von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren einen neuen Impuls geben. Dies soll im Rahmen von Machbarkeitstudien als praxisorientierte Untersuchungen zur Umsetzung von innovativen Ansätzen für die Lösung technischer Probleme geschehen.

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Forschung // 30. Juli 2004

Waldbrandsensor von Käfern abgeschaut

Bionischer Detektor wesentlich billiger als Infrarotsensoren

Bonn (pte, 27. Jul 2004 15:45) – Zoologen der Universität Bonn haben eine Alternative zu den teuren Waldbrand-Infrarotsensoren gefunden: Der schwarze Kiefernprachtkäfer, der im Holz frisch verbrannter Bäume seine Eier ablegt kann Waldbrände angeblich noch aus 80 Kilometern Entfernung entdecken. Die Forscher haben den ersten Prototyp des Waldbrand-Melders nun entwickelt. Die Biologen wollen ihr kleines Vorbild nun vermessen, um zu sehen, wo die Grenzen des neuen Messprinzips liegen, berichtet die Universität Bonn http://www.uni-bonn.de.

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Presse // 21. Juli 2004

FTD-Serie: Nach dem Vorbild der Natur

Viele Effekte aus der Biologie lassen sich für die Technik kopieren. Bioniker werden heute von einstigen Außenseitern zu gefragten Fachleuten.

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