BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 27. April 2009

Metall macht Muschelmuskel hart

Kalifornischen Forschern ist es gelungen, das Geheimnis um die Widerstandskraft der Byssusfäden – das sind jene Fäden, mit denen sich die Tiere an Felsen haften – zu klären.

Nach Angaben der Materialforscher um Herbert Waite von der University of California in Santa Barbara sind dafür Metalle verantwortlich, die diesen Fäden ihre unglaubliche Stärke verleihen. Die Erkenntnis soll dabei helfen, neue Werkstoffe für medizinische und industrielle Anwendungen zu konzipieren, die sich an den Byssusfäden orientieren.

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Presse // 27. April 2009

Netheler-Gedenkmünze für Bionikkoffer von Frau Dr. Olga Speck

Erstmalig überreicht die Dr. Heinrich Netheler Stiftung die mit 10.000 Euro dotierte Dr. Heinrich Netheler-Gedenkmünze. Sie wird im Rahmen eines Senatsempfangs im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses am 27. Mai 2009 um 15 Uhr anlässlich des 100. Geburtstages des Stiftungsnamensgebers und Gründers der Eppendorf AG überreicht. Die in der Plant Biomechanics Group arbeitende Biologin Dr. Olga Speck wird ausgezeichnet für die Idee und Konzeption eines neuartigen Bionik-Koffers.

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Forschung // 16. April 2009

Buschfunk bei Bränden und Wassermangel

Forscher untersuchen Informationsübertragung in Pflanzen

Pflanzen haben Sinne, besagen neue Forschungsergebnisse: Sie leiten über elektrische Signale intern die Information über die äußeren Reize weiter

Sie sehen nicht, sie hören nicht: Pflanzen gelten als reine Zierobjekte, die man umtopft, denen man Triebe stutzt und Blätter zupft, ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken, dass sie dabei etwas empfinden könnten. Denn das Grün ist nicht bei Sinnen, so die landläufige Meinung.

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Forschung // 14. April 2009

Vögel und Insekten haben den Dreh raus

Egal ob groß oder klein: Flugkünstler mit ähnlichem Körperbau nutzen auch dieselbe Technik, um in der Luft zu manövrieren

Ob Insekt oder Vogel: Um beim Fliegen die Richtung zu ändern, nutzen Flugkünstler mit ähnlichem Körperbau auch dieselbe Technik. Die Körpergröße spielt dabei keine Rolle. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden, indem sie die Manövertechnik verschiedener Insekten, Vögel und Fledermäuse analysierten und miteinander verglichen. Aus den Ergebnissen entwickelten sie ein Flugmodell, das auf alle flugfähigen Tiere mit ähnlichem Körperbau zutrifft. Das Modell könne dazu beitragen, auch die Eigenschaften künstlicher Fluggeräte zu verbessern, berichten die Forscher um Tyson Hedrick von der Universität North Carolina in Chapel Hill.

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Forschung // 21. März 2009

Bienen weisen Robotern den Weg

Ein Bienenvolk und jede Menge Robotik: Mit einer Kombination von Tier und Technik wollen Forscher der Universität Würzburg ein Instrument schaffen, mit dem sich die Umwelt günstig und großflächig überwachen lässt. Die EU fördert das Projekt mit 500.000 Euro.

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Forschung // 17. März 2009

Was Boote von Wasserläufern lernen können

Wasserabweisendes Material lässt Miniwasserfahrzeuge besser schwimmen

Maschendraht ist nicht gerade wasserdicht und daher nicht unbedingt das bevorzugte Baumaterial für ein Schiff. Zwei chinesischen Forschern ist es dennoch gelungen, kleine Boote aus einem speziell behandeltem Kupfergeflecht zu bauen. Die Drahtschiffchen schwimmen nicht nur, sondern bewegen sich sogar schneller und können mehr Ladung tragen als Boote aus gewöhnlichen Materialien. Warum das funktioniert: Das Kupfergewebe ist extrem wasserabweisend, wodurch sich ein dünner Luftfilm zwischen Wasser und Boot bildet, berichten Qinmin Pan und Min Wang vom Institute of Technology in Harbin.

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Presse // 13. März 2009

Deutsch-Brasilianische Messe für Umwelttechnologien

BIOKON präsentiert sich auf der ECOGERMA in Sao Paulo, Brasilien

Das Bionik-Innovations-Centrum der Hochschule Bremen präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse auf der ECOGERMA, die am 12. März 2009 von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, eröffnet wird.

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Forschung // 11. März 2009

Pinguine behalten ihren Partner durch Verhaltenssynchronisation

Bei Kaiserpinguinen stimmen beide Partner eines Paares ihr Verhalten aufeinander ab, um sich im dichten Gedränge der Kolonie nicht zu verlieren. Das haben französische Forscher bei der Überwachung von vier balzenden Kaiserpinguinpaaren mit Temperatur- und Helligkeitssensoren in der Antarktis entdeckt. Demnach wechseln die beiden Partner nahezu synchron zwischen dem warmen Inneren der Kolonie und den kälteren Außenbereichen hin und her. Lediglich in seltenen Fällen drängte sich eines des Tiere ohne den Partner an andere Artgenossen, um sich aufzuwärmen, schreiben die Forscher.

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Forschung // 6. März 2009

Afrikanische Springspinnen stehlen Ameisen ihre Beute

Die nur wenige Millimeter große Springspinne Menemerus bivittatus hat eine besonders effiziente Strategie entwickelt, um an Nahrung zu gelangen: Sie jagt räuberischen Ameisen ihre Beute ab. Das haben neuseeländische Forscher in Filmaufnahmen der Spinnen in Kenia beobachtet. Den Tieren gelingt es damit, an frische Beute zu gelangen, die sie für ihre Verdauung benötigen.

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Presse // 6. März 2009

Entschleunigen, entschlacken, entspannen

Zurück zur Natur ist die Devise: Der neue Lebensstil prägt Branchen wie Mode, Design, Tourismus, Garten und Gastronomie.

Begonnen hat alles im Kühlschrank. Inzwischen hat der grüne Lifestyle viele Bereiche des täglichen Lebens und Branchen erfasst. Kosmetik, Reisen, Strom, Spritsparautos sind nur einige Stichworte. “Es geht um Nachhaltigkeit – die Menschen kaufen weniger, aber dafür bessere Produkte“, hat die Sprecherin der Konsumgütermesse Ambiente, Kerstin Männer, kürzlich in Frankfurt am Main beobachtet. In einer turbulenten Zeit suchen die Menschen vermehrt in den eigenen vier Wänden oder dem Garten Ruhe und Halt. Das eigene Domizil soll mit hochwertigen Produkten Beständigkeit und Naturverbundenheit vermitteln, sagt Männer: “Die Zeiten der Wegwerfgesellschaft sind vorbei.“

Die Natur dient nach Ansicht der Trendforscherinnen als Quelle für visionäre Gestaltung. Die Bionik, eine Kombination aus Biologie und Technik, erforscht innovative Problemlösungen der Natur, die ihre Ziele stets wirtschaftlich mit einem Minimum an Energie und recycelbaren Abbauprodukten erreicht. Designer werden zu Forschern und entschlüsseln genetische Codes von Naturkonstruktionen. Sie verbinden Ästhetik mit natürlichen Materialien wie Holz oder mit Farben aus dem Regenbogenspektrum. Voraussetzung für den neuen Schlüsseltrend ist die enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft.

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Presse // 6. März 2009

Das Interesse ist ansteckend

Beim Autorennen, am Strand und beim Roboter-Bauen kommen manchen die interessantesten Geistesblitze – wie den Mitgliedern der sieben Lörracher Forscher-Gruppen, die seit gestern an “Jugend forscht“ in der Freiburger Messehalle teilnehmen.

Die Einen legen zur Entspannung die Beine hoch, andere bauen Roboter. Wie Lukas Neuhaus und Alexander Ziegler (beide 17 Jahre alt). Lukas kann sich gar nicht mehr genau erinnern, wann er angefangen hat, sich für Bionik, die Mischung aus Biologie und Elektronik, zu interessieren. “Das ist meine Welt“, schwärmt er. Bei seiner fünften “Jugend forscht“-Teilnahme in diesem Jahr zeigt er einen künstlichen Muskel, der sich mit Hilfe von Magnetfeldern bewegt. Gemeinsam mit Alexander hat er sich diesen “Muskel“ zum Beispiel für den Einsatz in Prothesen ausgedacht. “Lukas hat mich da reingezogen“, sagt Alexander und lacht. Sein Vater ist Elektroniker, das hat auch ihn geprägt. Alexander und Lukas haben sich bei einer Federfabrik eigens für den Betrieb des Muskels Federn anfertigen lassen, die genau an die Kräfte der Magnetfelder angepasst sind: sechs Stück für 125 Euro. Den großen Rest der Arbeit haben sie im Lörracher Phaenovum (siehe Infobox unten) selber machen können. Dort gehen sie regelmäßig hin. Aufgeregt erzählen sie, was es dort alles gibt: Mikroskope, eine Werkstatt – und vor allem Freiraum.

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