BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Presse // 13. Juni 2012

Bundespräsident Gauck besucht BIOKON

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesumweltminister Peter Altmaier haben während der “Woche der Umwelt“ am 5. Juni 2012 im Park von Schloss Bellevue, Berlin, den Infostand des Bionik-Kompetenznetzes BIOKON besucht. BIOKON-Geschäftsführer Dr. Rainer Erb präsentierte ihnen faszinierende Erfolgsbeispiele der Bionik. “Wir setzen Funktionsprinzipien aus der Natur in nachhaltige Innovationen um“, erläuterte Dr. Erb die Vorgehensweise der Bioniker. “Die Naturvorbilder gehen immer sparsam mit Ressourcen um. Deswegen liefert die Bionik wichtige Beiträge zur Ressourceneffizienz.“

Wo man diesen Ansatz erfolgreich in konkreten Produkten umgesetzt finde, interessierte den Bundespräsidenten, der bei seinem Rundgang neben dem Bundesumweltminister auch von DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. e.h. Fritz Brickwedde begleitet wurde. Am Beispiel des Fin Ray Effects® erläuterte Dr. Erb die breite Anwendbarkeit bionischer Produkte in verschiedenen Branchen. Der Fin Ray Effect® ist eine clevere Lösung aus dem Patentbüro der Natur. Von der Schwanzflosse der Fische wurde eine funktionelle Struktur für ein adaptives Umschließen entgegen der Druckrichtung abgeleitet. Gauck und Altmaier experimentierten selbst mit einem formschlüssigen Fin Ray-Greifer und erlebten einen effektiven Wischmoppwringer und eine sich ergonomisch dem Rücken anpassende Sitzlehne. Beide zeigten sich beeindruckt von der Innovationskraft der Bionik und dem Bionik-Kompetenznetz BIOKON.

Zur Woche der Umwelt hat der Bundespräsident gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in den Park von Schloss Bellevue in Berlin eingeladen. Hier wurden zukunftsweisende Konzepte für die Verbindung von Ressourceneffizienz und Innovationen präsentiert. Es ging darum, den Beitrag für den Bestand Deutschlands als führende Industrienation praxisnah zu demonstrieren.

Hauptanliegen von BIOKON ist es, die Bionik als Ideengeber und Innovationsmotor für Technik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Die gemeinnützige Forschungsgemeinschaft vereinigt mehr als 100 Universitäten, Forschungsinstitute, Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten in ganz Deutschland und Europa. Als Beratungs-, Informations- und Bildungsplattform bündelt und vernetzt BIOKON Aktivitäten und Expertenwissen, damit biologische Problemlösungen und Optimierungsstrategien zielgerichtet in neuartige Produkte und Technologien münden.

Bionik vereint Biologie und Technik. Für die technischen Applikationen wird als Vorbild das große Reservoir von Tieren und Pflanzen an biologischen Strukturen, Prozessen und funktionalen Lösungen genutzt. Diese wurden in Milliarden Jahren evolutionärer Entwicklung optimiert und sind hervorragende Ideengeber für nachhaltige und vor allem innovative Anwendungen. Bionik überzeugt als Innovationsmethode. Für konkrete technische Anforderungen und Bedingungen können Funktionsprinzipien gefunden und übertragen werden und entscheidende Innovationssprünge entstehen. In der Natur wird immer sparsam mit Ressourcen wie Material und Energie umgegangen. Dies zum Vorbild genommen, leistet Bionik einen großen Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften und zusätzlich wird durch ein größeres Verständnis für die natürlichen Vorbilder der respektvolle Umgang mit Biodiversität und Natur gestärkt.

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Forschung // 8. Juni 2012

Durchschlagendes Design – Die Giftklauen der Spinnen

Dem Biss einer Spinne haben Fliegen, Heuschrecken und andere Beuteinsekten wenig entgegenzusetzen, obwohl ihr Panzer im Wesentlichen aus demselben Material besteht wie die Giftklauen des Räubers. Doch wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, das Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik in Halle sowie der Universität Wien herausgefunden haben, sind die Chitinfasern in den Giftklauen von Jagdspinnen so angeordnet und mit Proteinen umgeben, dass das Material besonders fest und steif wird und den Cuticulapanzer der Beutetiere durchbohren kann. Die Giftklauen werden so zu perfektionierten wiederverwendbaren Injektionsnadeln für das lähmende Spinnengift. Die neuen Erkenntnisse können Anregungen aus der Biologie liefern, wie sich ähnliche technische Materialien für unterschiedliche Anwendungen optimieren lassen.

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Forschung // 8. Juni 2012

Wie … Geckos blitzschnell unter Tischkanten verschwinden

Studie offenbart, wie Kakerlaken und Geckos blitzschnell unter Tischkanten verschwinden können

In vollem Lauf auf die Tischkante zu – und schwubs, auf die Unterseite: Sowohl Kakerlaken, als auch Geckos können sich auf diese Weise rasant aus dem Staub machen. Wie ihnen dieses verblüffende Kunststück gelingt, haben nun US-Forscher mittels Videoaufnahmen genau untersucht. Demnach halten sich die Tiere mit den Hinterbeinen an Kanten von Oberflächen fest und nutzen dann die Bewegungsenergie, um sich durch eine Pendelbewegung auf die Unterseite zu schwingen. Den Forschern ist es gelungen, dieses Konzept auch auf einen krabbelnden Roboter zu übertragen, so dass er sich wie seine natürlichen Vorbilder über Kanten schwingen kann.

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Presse // 8. Juni 2012

Wie Geckos und Fliegen an der Decke haften

Wer schon mal in ein südliches Land gereist ist, dürfte diese sogenannten Schuppenkriechtiere mit einiger Wahrscheinlichkeit gesehen haben, und zwar an der Wand oder der Decke: Geckos. Und wer stets in Deutschland bleibt: Fliegen in Küche und guter Stube können es auch: an Wänden und Decken haften.

Wie die das machen und warum sich Menschen nicht so einfach mit Händen oder Füßen unter die Zimmerdecke kleben können, darüber spricht Prof. Stanislav Gorb in seinem Vortrag “Naturprinzip und Biomimetik – Wie haften Geckos und Fliegen an der Decke?“

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Presse // 8. Juni 2012

Biovoltaik: Natur stand Pate für Solartracker

Bei einem neuen Solartracker des Entwicklers von innovativen Solartrackingsystemen Mechatron, stand die Natur Pate. Das Außenskelett von Käfern war den Entwicklern beim Konstruktionsprinzip Vorbild für einen widerstandsfähigen Solartracker.

Gleich zwei der Sonne nachgeführte Solartracker (Solartrackingsysteme) stellt der Entwickler auf der diesjährigen Intersolar in München vor, die die Energieausbeute um bis zu 40 Prozent erhöhen können. Dabei handelt es sich einmal um das zweiachsige System D180 sowie um das einachsige System S140.

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Aktuelles // 24. Mai 2012

Bionik-Kongress “Patente aus der Natur“ 2012

Der zweijährig stattfindende Bionik-Kongress “Patente aus der Natur“ wird in Kooperation des Bionik-Innovations-Centrums B-I-C der Hochschule Bremen mit der GTBB e.V. und BIOKON e.V. veranstaltet. Das Symposium ist mittlerweile eine etablierte Größe in der deutschen Bionik-Landschaft.

Der 6. Bremer Bionik-Kongress findet vom 26. bis 27. Oktober 2012 an der Hochschule Bremen statt und ist offen für das Spektrum bionischer Aktivitäten.

Angesprochen und aufgerufen sind Biologen, Techniker, Bionik-Wissenschaftler und -Studierende, Firmen und Bionik-Interessierte aus allen Fachdisziplinen. Es können Projekte in allen Stadien der Entwicklung vorgestellt werden. Die Bandbreite geht von der Grundlagenforschung bis hin zu serienreifen, innovativen Produkten und Patenten.

In diesem Jahr wird des Symposium mit der Verleihung des “Internationalen Bionic Award“ 2012 um einen Glanzpunkt erweitert. Die Auszeichnung wird von der Schauenburg Stiftung in Kooperation mit dem VDI e.V. und der DBU vergeben.

Da die räumlichen Kapazitäten die Teilnehmerzahl beschränken, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

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Presse // 21. Mai 2012

Bionik: von der Natur lernen

Technologien der Zukunft profitieren auch vom Vorbild der Natur. Bionik heißt dieser interdisziplinäre Austausch, in dem Wort stecken die Begriffe Biologie und Technik. Dabei holen sich beispielsweise Automobildesigner und Ingenieure für ihre innovativen Ideen Anregungen bei Vorbildern aus dem Reich der Pflanzen und Tiere. Das betrifft die Materialwissenschaft genauso wie Aerodynamik und Leichtbau.

Beim Concept A-Class ist die mit einem transluzenten Textil bespannte Instrumententafel ein gutes Beispiel für Bionik, erklärt Hans-Peter Wunderlich, Leiter Interieurdesign bei Daimler. Denn in der skelettierten Tragstruktur dieses Elementes finden sich Strukturen, die durch die Flossen von Walen und anderer großer Meerestiere inspiriert wurden. Für diese Verbindung aus Bionik und Automobildesign haben die Mercedes-Benz Interieurdesigner bereits mit der Skulptur “Mercedes-Benz Aesthetics No. 2“, die 2011 auf der North American International Auto Show in Detroit präsentiert wurde, Maßstäbe gesetzt. “Das Interieur des Concept A-Class steht denn auch in einer engen Verwandtschaft zu dieser Skulptur“, erklärt Wunderlich. Eine andere Inspirationsquelle für dieses Bauteil war die Flugzeugtechnik. “Die marine Lebenswelt“, sagt der Designer, “spiegelt sich in der Instrumententafel ebenso wie die faszinierende Bautechnik der Luftfahrt“.

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Forschung // 21. Mai 2012

Moos spürt Luftverschmutzung auf: EU-Projekt entwickelt Torfmoos

Seit 1996 fordert die Europäische Union von ihren Mitgliedsländern, Luftverschmutzungen kontinuierlich zu überwachen. Mit einer Direktive von 2008 hat die EU diese Anforderungen noch einmal verschärft. Seither müssen neben Stickoxiden und Schwefeloxiden auch Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Nickel in der Luft nachgewiesen werden.

Mit den bisherigen Technologien ist dies nur schwer möglich, da die Messmethoden ungenau oder sehr teuer sind. Freiburger Biologen um den Pflanzenbiotechnologen Prof. Dr. Ralf Reski sind Teil eines Konsortiums, das von der EU im Rahmen ihrer Initiative “Öko-Innovation!“ mit 3,5 Millionen Euro für drei Jahre gefördert wird und das ein neues, genaueres und preiswerteres Verfahren zur Überwachung der Luftverschmutzung speziell durch Schwermetalle entwickeln will.

http://www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/datum/2012/04/03/moos-spuert-luftverschmutzung-auf-eu-projekt-entwickelt-torfmoos-als-neuen-bioindikator.html

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Presse // 21. Mai 2012

Superkleber leimt alles

Viele Meter hohe Wellen, eine Fließgeschwindigkeit von mehreren Metern pro Sekunde oder eine hohe Salzkonzentration im Wasser – Miesmuscheln nehmen das regungslos hin. Wenn sie sich erst einmal festgekrallt haben, können nur rohe Kräfte sie noch von Korallenriffen, Holzpfählen oder metallischen Schiffsrümpfen lösen. Und wenn es doch mal ein wenig wackelig werden sollte, repariert sich der Klebstoff der Miesmuschel selbst. Mit großem technischem Aufwand haben Forscher weltweit versucht, einen solchen Klebstoff im Labor anzurühren – und scheiterten. Die ansonsten eher einfach strukturierten Miesmuscheln hatten aber auch im Laufe der Evolution einige Millionen Jahre Zeit, ihre erstaunlichen Fähigkeiten zu entwickeln.

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Forschung // 21. Mai 2012

Die Brieftauben geben ihr Geheimnis nicht preis

Bisher nahmen Wissenschaftler an, Brieftauben und Zugvögel könnten sich mithilfe von eisenhaltigen Nervenzellen im Schnabel am Magnetfeld der Erde orientieren. Doch ein internationales Forscherteam hat nun die Schnäbel von Tauben erneut untersucht und kam zu dem Schluss: so kann es nicht sein, denn die eisenhaltigen Nervenzellen entpuppten sich als für die Immunabwehr zuständige Fresszellen.

Das Forscherteam um David Keays vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien führte die Untersuchungen an 200 Felsentauben (Columba livia) durch. Um die eisenhaltigen Zellen zunächst genau lokalisieren zu können, färbten sie Gewebe aus den Schnäbeln der Tiere mit dem Pigment “Berliner Blau“, das Eisenteilchen blau erscheinen lässt. Das Ergebnis war überraschend: Die Zahl der eisenhaltigen Zellen im oberen Schnabelteil der Vögel war sehr unterschiedlich. Das machte sie als “Instrumente“ des Magnetsinns äußerst fragwürdig.

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Presse // 21. Mai 2012

Vermeintliche Bilder des Noiseblocker BionicLoopFan aufgetaucht

Nach einigen ersten Gerüchten, stellte die bekannte Lüfterschmiede Noisblocker Mitte Januar ihre jüngste Lüfterserie vor. Insperiert sind diese von der Bionik, also dem Nutzen von Technologien, wie sie im natürlichen Ökosystem zu finden sind. Im Fall Noiseblocker stammen die Erkenntnisse aus der Pinguinforschung des Dr. Rudolf Bannasch. Nach nunmehr drei Monaten, scheint man sich augenscheinlich der finalen Produktionsphase nähern. So erreichten uns weitere technische Informationen und erste unbestätigte Fotos, die wir an dieser Stelle unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

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