BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Presse // 8. Juni 2005

Mercedes-Benz Bionic Car: Die Zukunft kommt aus dem Meer

Konzeptfahrzeug zeigt neue Design- und Technikwege im Autobau auf

Stuttgart, 7. Juni 2005 ? Die Natur als Vorbild für Design und Technik ? eine zugegeben nicht ganz neue Idee. Ob Haifisch, Delphin, Raubvogel oder Wassertropfen ? so ziemlich alles halbwegs Windschnittige aus der Schöpfung wurde auch zur Formgebung von Autos hergenommen. Das jedoch ausgerechnet der aufgebläht und klobig wirkende Kofferfisch ? bereits der Name klingt nach ?unförmig? ? als Grundriss für die neue Mercedes-Studie Bionic Car diente, ist wie einiges andere auch an diesem neuen Konzeptauto wirklich ungewöhnlich.

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Forschung // 31. Mai 2005

Kleben ohne Klebstoff

Die Forscher haben herausgefunden, warum Fliegen, Spinnen und sogar Geckos selbst auf Glas sicheren Halt finden und daraus technisch einsetzbare Haftsysteme entwickelt.

Verbindungstechniken wie Schweißen oder Kleben sind kostenintensive Prozesse, und einmal auf diese Weise verbundene Bauteile lassen sich bei Reparaturen oder einem späteren Recycling nicht mehr ohne Materialverlust voneinander lösen. Herkömmliche Klettverschlüsse benötigen einen Haftpartner und verfilzen mit der Zeit. Die Haftsysteme von Eduard Arzt dagegen erlauben reversible, feste Verbindungen von Werkstoffen ohne Schweißen oder Kleben.

http://www.mf.mpg.de/de/

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Presse // 19. Mai 2005

Was Wirtschaft treibt _BIONIK

Offen für Innovation: Eine Serie in brand eins

Sie hasst 1:1-Übertragungen, sie liebt die Abstraktion.

Sie taucht nicht in Patenten auf, und wie viel sie einbringt, weiß auch niemand so richtig.

Aber sie schafft es sehr erfolgreich, Wissenschaftler und Unternehmen zusammenzubringen.

Willkommen in der Welt der Bionik.

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Forschung // 13. Mai 2005

Warum Blutgefäße nicht platzen

Biologische Materialien versteifen sich, wenn die Belastung stärker wird

Biologische Fasern sind einzigartig: Je größer die Belastung, desto stabiler halten sie zusammen. Diesem ungewöhnlichen Verhalten gingen nun amerikanische und niederländische Forscher auf den Grund. Ihr Ergebnis: Blutgefäße versteifen sich deutlich, wenn sie höheren Zugbelastungen oder Innendrücken standhalten müssen. Für dieses Verhalten sind sowohl chemische Bindungen als auch das elastische Verhalten einzelner Biofasern in den Wänden der Blutbahnen verantwortlich. Mit den Ergebnissen, die die Forscher im Fachblatt Nature (Vol. 435, S. 191) veröffentlichen, könnten künstliche Blutgefäße in Zukunft sehr viel stabiler hergestellt werden.

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Forschung // 3. Mai 2005

Kamerahandy mit Insektenauge

Facettenlinsen sind sehr viel dünner als herkömmliche Varianten und können helfen, optische Geräte zu verkleinern

Eine Linse nach dem Vorbild von Insektenaugen soll Kamerahandys in Zukunft kleiner und leichter machen. Zusammengesetzt aus mehreren hundert winzigen Mikrolinsen würde eine solche Linse für die gleiche Bildqualität nur etwa ein zehntel der Dicke herkömmlicher Varianten benötigen. Einen Prototypen haben Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik in Jena zusammen mit Schweizer Kollegen bereits entwickelt.

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Aktuelles // 20. April 2005

Potenziale und Anwendungsperspektiven der Bionik – Vorstudie

In der Vorstudie des TAB geht es zunächst um einem Überblick über den aktuellen Stand und die zukünftigen Potenziale bionischer Forschung und Anwendung. Berücksichtigt werden sollen weiterhin Chancen und Risiken der Bionik als eine Wissenschaft, die eher als risikofrei in ihren Folgen angesehen wird. Herausgearbeitet werden sollen darüber hinaus wissenschaftlich-technische Handlungsfelder, die mit Blick auf positive Entwicklungschancen eine besondere Relevanz aufweisen. Das TAB sucht hierfür zur Bearbeitung spezifischer Fragestellungen Gutachter(innen) und fordert kompetente Interessent(innen) zur Abgabe eines Angebotes auf.

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Forschung // 18. April 2005

Lausige Schnabelformen

Forscher: Aussehen der Kiefer wurde bei Vögeln vom Kampf gegen Parasiten geprägt

Nicht nur die Nahrung, sondern auch Läuse und andere Vogelparasiten haben im Lauf der Evolution die Form des Vogelschnabels maßgeblich beeinflusst. Das konnten amerikanische Forscher bei Versuchen mit Felsentauben nachweisen: Der überhängende obere Teil ihres Schnabels bringt den Tauben im Kampf gegen Parasiten große Vorteile, während die Nahrungsaufnahme kaum von der Schnabelform beeinflusst wird.

(http://www.jstor.org/journals/00804649.html)

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Forschung // 5. April 2005

Von der Natur abgeschaut: Protein-Flachbildschirm

Neuer Halbleiter besteht aus Aminosäuren und ermöglicht extrem flexible Displays

Eine israelische Forschergruppe des Technion-Technologieinstituts hat einen organischen Halbleiter aus Aminosäuren entwickelt. Dieser kann relativ einfach zu winzigen Transistoren verarbeitet werden und eignet sich daher für eine neue Generation von energiearmen, rollbaren Flachbildschirmen. Die Flexibilität der dem Halbleiter zugrunde liegenden Peptidbindung erlaubt den Forschern zudem die Herstellung von Halbleitern mit maßgeschneiderten elektrischen Eigenschaften.

Nir Tessler (http://www.ee.technion.ac.il/people/nir/lab.html) und seine Kollegen haben bereits mit der Vermarktung ihres als “elektronisches Peptid“ bezeichneten Halbleiters begonnen.

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Presse // 4. April 2005

Bionisches Augenlicht für Blinde

Sylmar, Kalifornien (pte/01.04.2005/12:15) – Ein bionisches Auge, das es blinden Menschen erlaubt wieder zu sehen, ist nun von einem intentionalen Forscherteam verbessert worden: Durch die Entwicklung einer schützenden Diamantenumhüllung konnte die Leistung der künstliche Retina signifikant verbessert werden. Der Siliconchip wird in Zusammenarbeit mit dem auf visuelle High-Tech spezialisierten Unternehmen Second Sight produziert

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Presse // 29. März 2005

Achterbahnfahrt im Wassertropfen

Expo: Lotus-Effect(r) als Herzstück des deutschen Pavillons

Am 25. März beginnt im japanischen Aichi die Expo 2005. Auch Deutschland ist auf der Weltausstellung vertreten, die in diesem Jahr unter dem Motto “Nature’s wisdom“ steht. Ein Leitmotiv des deutschen Pavillons ist der Selbstreinigungseffekt, der dafür sorgt, dass die Blätter der Lotusblume sprichwörtlich rein bleiben. Enträtselt wurde das Phänomen von Botanikern der Universität Bonn, die diesen Effekt zusammen mit Industriepartnern schon auf Produkte wie Wandfarben oder Textilien übertragen konnten. Einige dieser Produkte mit Lotus-Effect(r) werden ebenfalls in Japan zu sehen sein.

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Forschung // 21. März 2005

Wie Seeschnecken beim Flugzeugbau helfen

Struktur von neuem Leichtmetall ist dem Aufbau von Schneckenhäusern nachempfunden

Amerikanische Wissenschaftler haben ein sehr stabiles Leichtmetall entwickelt, das genauso aufgebaut ist wie die Häuser von Seeschnecken: Es besitzt eine Schichtstruktur, in der sich harte, keramikähnliche Lagen mit weicheren Metallschichten abwechseln. Auf diese Weise erreicht der metallische Verbundstoff die gleiche Härte wie Stahl, ist aber nur halb so schwer. Kenneth Vecchio von der Universität von Kalifornien in San Diego stellt das neue Material in der Fachzeitschrift JOM vor (März-Ausgabe, S. 25).

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