BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 21. Mai 2012

Moos spürt Luftverschmutzung auf: EU-Projekt entwickelt Torfmoos

Seit 1996 fordert die Europäische Union von ihren Mitgliedsländern, Luftverschmutzungen kontinuierlich zu überwachen. Mit einer Direktive von 2008 hat die EU diese Anforderungen noch einmal verschärft. Seither müssen neben Stickoxiden und Schwefeloxiden auch Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Nickel in der Luft nachgewiesen werden.

Mit den bisherigen Technologien ist dies nur schwer möglich, da die Messmethoden ungenau oder sehr teuer sind. Freiburger Biologen um den Pflanzenbiotechnologen Prof. Dr. Ralf Reski sind Teil eines Konsortiums, das von der EU im Rahmen ihrer Initiative “Öko-Innovation!“ mit 3,5 Millionen Euro für drei Jahre gefördert wird und das ein neues, genaueres und preiswerteres Verfahren zur Überwachung der Luftverschmutzung speziell durch Schwermetalle entwickeln will.

http://www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/datum/2012/04/03/moos-spuert-luftverschmutzung-auf-eu-projekt-entwickelt-torfmoos-als-neuen-bioindikator.html

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Forschung // 21. Mai 2012

Die Brieftauben geben ihr Geheimnis nicht preis

Bisher nahmen Wissenschaftler an, Brieftauben und Zugvögel könnten sich mithilfe von eisenhaltigen Nervenzellen im Schnabel am Magnetfeld der Erde orientieren. Doch ein internationales Forscherteam hat nun die Schnäbel von Tauben erneut untersucht und kam zu dem Schluss: so kann es nicht sein, denn die eisenhaltigen Nervenzellen entpuppten sich als für die Immunabwehr zuständige Fresszellen.

Das Forscherteam um David Keays vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien führte die Untersuchungen an 200 Felsentauben (Columba livia) durch. Um die eisenhaltigen Zellen zunächst genau lokalisieren zu können, färbten sie Gewebe aus den Schnäbeln der Tiere mit dem Pigment “Berliner Blau“, das Eisenteilchen blau erscheinen lässt. Das Ergebnis war überraschend: Die Zahl der eisenhaltigen Zellen im oberen Schnabelteil der Vögel war sehr unterschiedlich. Das machte sie als “Instrumente“ des Magnetsinns äußerst fragwürdig.

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Presse // 21. Mai 2012

Andacht zwischen Kiemen und Flossen

Die Bionik will «die Erfindungen der belebten Natur» entschlüsseln und die gewonnenen Erkenntnisse technisch umsetzen. Darum geht es auch den ­chinesischen Architekten Xiaofeng Mei und Xiaotian Gao: Sie griffen bei ­ihrem Kathedralenentwurf auf den ­Körper der Fische zurück.

Kiemen, Flossen und Skelett lieferten die Vorlage zu ihrem extravaganten Gottes­haus, das auch als Kulisse eines Sciencefiction-Films dienen könnte. Es ­besteht aus einem kurvigen Netz aus ­Linien sowie ei- und kugelförmigen ­Gebäudeelementen. Der Andachtsraum befindet sich in einer Art Reptilien­schädel. Aber vielleicht ist es ja doch der Kopf eines Aliens.

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Presse // 21. Mai 2012

Bionik – Plagiate der Natur

Bionik“ sucht nach Lösungen der Natur und ihre Anwendung im menschlichen Alltag. Ihre Ergebnisse sind innovative Produkte und Verfahren. Auch federleichte Bauteile, die harte Crash-Tests bestehen, selbstreinigende Oberflächen, extrem energieschonende Autokarosserien und Tragflächen oder Messer, die nie stumpf werden – das sind alles keine genialen Erfindungen von Menschen, sondern schlichtweg Plagiate der Natur.
Wie das funktioniert und wie viel Bionik bereits heute in Ihrem Alltag steckt, erfahren Sie beim Besuch an der Universität Freiburg, deren Wissenschaftler mit ihren Entdeckungen bereits mehrere Innovationspreise gewonnen haben.

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Presse // 21. Mai 2012

Tierische Architekten: Liebeslaube mit Vorhof

Tiere sind talentierte Architekten und im Frühjahr kennen sie bekanntlich kein Halten. Einige bauen sogar Klimaanlagen.

Die Bauwirtschaft hat gerade wieder Hochkonjunktur. Im Frühling wird ständig irgendwo Material herangeschleppt, gemauert und gehämmert. Allerdings mit unterschiedlichem Ergebnis. Ein Feldsperling wird mit seinem unordentlichen Nest aus Grashalmen, Blättern und Federn wohl nie einen Designpreis gewinnen. Genauso wenig wie eine Ringeltaube, die nackte Zweige zu einem schütteren Haufen aufgeschichtet hat. Doch es gibt auch im Tierreich Architektur-Talente, die eindrucksvolle Behausungen errichten.

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Presse // 21. Mai 2012

Bionik inspiriert Entwicklung in der Montagetechnik

Die Exo-Hand von Festo ist ein Exoskelett mit einer der menschlichen Hand nachempfundenen Kinematik. Sie kann wie ein Handschuh angezogen werden. Die Exo-Hand ermöglicht als industrielles Assistenzsystem die Kraftunterstützung bei Montagearbeiten. Acht pneumatische Aktoren werden bewegt und bilden die relevanten Freiheitsgrade einer Hand ab.

Die Exo-Hand von Festo, Esslingen, ist ein Exoskelett mit einer der menschlichen Hand nachempfundenen Kinematik. Sie kann wie ein Handschuh angezogen werden. Die Exo-Hand ermöglicht als industrielles Assistenzsystem die Kraftunterstützung bei Montagearbeiten. Acht pneumatische Aktoren werden bewegt und bilden die relevanten Freiheitsgrade einer Hand ab. Kräfte, Winkel und Strecken werden durch Sensoren erfasst.

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Presse // 21. Mai 2012

Bionik: von der Natur lernen

Technologien der Zukunft profitieren auch vom Vorbild der Natur. Bionik heißt dieser interdisziplinäre Austausch, in dem Wort stecken die Begriffe Biologie und Technik. Dabei holen sich beispielsweise Automobildesigner und Ingenieure für ihre innovativen Ideen Anregungen bei Vorbildern aus dem Reich der Pflanzen und Tiere. Das betrifft die Materialwissenschaft genauso wie Aerodynamik und Leichtbau.

Beim Concept A-Class ist die mit einem transluzenten Textil bespannte Instrumententafel ein gutes Beispiel für Bionik, erklärt Hans-Peter Wunderlich, Leiter Interieurdesign bei Daimler. Denn in der skelettierten Tragstruktur dieses Elementes finden sich Strukturen, die durch die Flossen von Walen und anderer großer Meerestiere inspiriert wurden. Für diese Verbindung aus Bionik und Automobildesign haben die Mercedes-Benz Interieurdesigner bereits mit der Skulptur “Mercedes-Benz Aesthetics No. 2“, die 2011 auf der North American International Auto Show in Detroit präsentiert wurde, Maßstäbe gesetzt. “Das Interieur des Concept A-Class steht denn auch in einer engen Verwandtschaft zu dieser Skulptur“, erklärt Wunderlich. Eine andere Inspirationsquelle für dieses Bauteil war die Flugzeugtechnik. “Die marine Lebenswelt“, sagt der Designer, “spiegelt sich in der Instrumententafel ebenso wie die faszinierende Bautechnik der Luftfahrt“.

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Presse // 21. Mai 2012

Superkleber leimt alles

Viele Meter hohe Wellen, eine Fließgeschwindigkeit von mehreren Metern pro Sekunde oder eine hohe Salzkonzentration im Wasser – Miesmuscheln nehmen das regungslos hin. Wenn sie sich erst einmal festgekrallt haben, können nur rohe Kräfte sie noch von Korallenriffen, Holzpfählen oder metallischen Schiffsrümpfen lösen. Und wenn es doch mal ein wenig wackelig werden sollte, repariert sich der Klebstoff der Miesmuschel selbst. Mit großem technischem Aufwand haben Forscher weltweit versucht, einen solchen Klebstoff im Labor anzurühren – und scheiterten. Die ansonsten eher einfach strukturierten Miesmuscheln hatten aber auch im Laufe der Evolution einige Millionen Jahre Zeit, ihre erstaunlichen Fähigkeiten zu entwickeln.

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Presse // 21. Mai 2012

Vermeintliche Bilder des Noiseblocker BionicLoopFan aufgetaucht

Nach einigen ersten Gerüchten, stellte die bekannte Lüfterschmiede Noisblocker Mitte Januar ihre jüngste Lüfterserie vor. Insperiert sind diese von der Bionik, also dem Nutzen von Technologien, wie sie im natürlichen Ökosystem zu finden sind. Im Fall Noiseblocker stammen die Erkenntnisse aus der Pinguinforschung des Dr. Rudolf Bannasch. Nach nunmehr drei Monaten, scheint man sich augenscheinlich der finalen Produktionsphase nähern. So erreichten uns weitere technische Informationen und erste unbestätigte Fotos, die wir an dieser Stelle unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

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Presse // 21. Mai 2012

Gründung “bionik_um:austria“

Gründung “bionikum:austria“: Villach wird zum internationalen Bionik- und Energiebionik-Kompetenzzentrum!

Im internationalen Wettbewerb wieder einen Schritt voraus – die Stadt Villach entwickelt sich im Eiltempo zu einem internationalen Bionik-Kompetenzzentrum: Bereits seit Oktober 2009 wird an der Fachhochschule Kärnten, Standort Villach im tpv – Technologiepark Villach, der international einzige Masterstudiengang “Energie- Bionik“ angeboten. Jetzt folgt mit der Gründung des Vereins “bionikum:austria“ ein nächster bedeutender Schritt zum globalen Zentrum für Bionik und Energiebionik.

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Forschung // 12. März 2012

Spinnenantrieb mit Muskeln und Hydraulik

Spinnen haben – anders als Säugetiere – in wichtigen Beingelenken keine Muskulatur, sondern bewegen sich mittels Hydraulik-Antrieb fort, indem sie mit hohem Druck Hämolymphe, d.h. ihr bläuliches Blut, durch Kanäle in die Beine pumpen. Eigentlich ein altbekanntes Prinzip, doch Dr. Tom Weihmann vom Lehrstuhl für Bewegungswissenschaft des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Jena hat nun herausgefunden, dass es nicht von allen Spinnen gleichermaßen eingesetzt wird. Ihm war aufgefallen, dass die große südamerikanische Laufspinne Ancyclometes concolor besonders das hintere Beinpaar beansprucht, wenn sie zum Sprung ansetzt. Diese beiden Beine, die beim Sprung sehr stark zur Bewegung beitragen, werden doch durch Muskeln gestreckt – allerdings befindet sich diese Muskulatur in der Hüfte und nicht in den Beinen selbst.

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