BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 8. September 2011

Fledermäuse haben eine innere Landkarte

Navigation für Fortgeschrittene:

Fledermäuse haben eine innere Landkarte und orientieren sich unter anderem an markanten Punkten im Gelände

Fledermäuse verlassen sich beim Navigieren nicht immer ausschließlich auf ihr Echosystem: Sie haben auch eine imaginäre Karte und eine Art GPS im Kopf, um sich zu orientieren. Wo sie sich auskennen, nutzen die Säugetiere vor allem markante Geländepunkte, wie Bergrücken, Lichter von Siedlungen oder hoch herausragende Bäume, hat ein internationales Forscherteam jetzt bei Nilflughunden gezeigt. Und auch fern der Heimat und ohne optische Hilfsmittel finden die ägyptischen Fledermäuse zurück zu ihren Höhlen – hier scheint das GPS zu helfen, denn nach kurzer Orientierung entscheiden sich die Tiere intuitiv für die Himmelsrichtung, die gen Heimat führt.

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Presse // 8. September 2011

Auszeichng für 6 Prof. der CAU für erfolgreichen Wissenstransfer

Sieben auf einen Schlag: CAU besteht den Praxistest

In diesem Jahr zeichnete die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein sechs Professoren und eine Professorin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für erfolgreichen Wissenstransfer aus. Die Prämien gehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihr Know-how in der Wirtschaft verbreiten. Insgesamt gab es in diesem Jahr 19 Empfänger der Transferprämie. Um eine der Prämien zu erhalten, müssen Institute intensiv mit Unternehmen kooperieren, Patente anmelden, Existenzgründungen unterstützen oder für die Praxis publizieren. Der Förderbetrag liegt zwischen 5.000 und 20.000 Euro.

An der CAU gehören zu den Prämienträgern 2011 die Professoren Rainer Adelung (Institut für Materialwissenschaft), Stanislav Gorb (Zoologisches Institut), Wilhelm Hasselbring (Institut für Informatik), Christian Jung (Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung), Reinhard Koch (Institut für Informatik), Carsten Schulz (Institut für Tierzucht und Tierhaltung) sowie Professorin Karin Schwarz (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde).

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Presse // 8. September 2011

Spicarium II: Bionik-Abteilung

Die Seepocke erfreut sich unter Seeleuten keiner allzu großen Beliebtheit. Der Rankenfußkrebs heftet sich unter der Wasserlinie an Boote und Schiffe. Irgendwann ist der ganze Rumpf mit einem Teppich aus Seepocken bedeckt. Und der bremst die Geschwindigkeit des Schiffs. Den Bionikern nötigt das daumengroße Tierchen gleichwohl Respekt ab. Warum, das erfährt man im Obergeschoss des Spicarium.

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Presse // 8. September 2011

Bionik-Lehrpfad in Konstanz

Seit jeher lernt der Mensch von der Natur und versucht, ihre Problemlösungen für sich zu nutzen. In der modernen Wissenschaft nennt man die Lösung technischer Probleme mit Hilfe der Natur Bionik. Und diese Bionik findet man heute an zahlreichen Orten – auch dort, wo man sie nicht vermutet. Hier setzt das Kooperationsprojekt der Universität Konstanz mit dem städtischen Bodensee-Naturmuseum an. Gemeinsam haben Universität und Museum an drei verschiedenen Standorten zoologische wie botanische Beispiele für angewandte Bionik zu einem Bionik-Lehrpfad zusammengefasst. Um Schüler auf spielerische und interaktive Art und Weise an die Thematik heranzuführen, wurden spezielle Übungsmaterialien und Bildungsformate wie zum Beispiel ein Wissenskoffer konzipiert.

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Presse // 8. September 2011

Vorbildliche Wiederkäuer

Autoreifen, die sich ihre Haftfähigkeit bei Reptilien abgucken, Klettverschlüsse, die nach dem Vorbild von Pflanzen funktionieren: Erfinder gucken sich viel bei der Natur ab. Welchen Stellenwert Bionik (ein Kunstwort aus Biologie und Technik) für die Region hat, das zeigt unsere Zeitung mit einer kleinen Serie. Heute: Wie ein Biogasanlagenbauer mit Kuh-Technik erfolgreich ist.

Alfred van den Berg hält große Stücke auf die Natur. “Die Natur ist Meister darin, das Optimale zu fördern und das Schlechte fallen zu lassen“, sagt der gelernte Landmaschinentechniker. Zusammen mit seinem Bruder und Elektrofachmann Stefan Röring sowie 45 Mitarbeitern baut er mit der Firma Röring Energie-Anlagen in Vreden unter anderem Biogasanlagen. Die funktionieren bei ihnen anders als Anlagen anderer Hersteller – nämlich ein wenig so wie eine Kuh.

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Presse // 8. September 2011

Haften auf rauen Oberflächen

Weil die Härchen sich immer feiner verzweigen, gehen Geckos auch auf Raufaser die Wand hoch. Am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien bilden die Wissenschaftler nun solche “hierarchischen“ Strukturen künstlich nach. Sie wollen damit das Haften speziell auf rauen Oberflächen weiter untersuchen.

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Presse // 8. September 2011

Eyeborg: Dokumentarfilm mit Kamera im Auge

Bionik-Fachmann steht Experiment skeptisch gegenüber.

Der Kanadier Rob Spence hat bei einem Unfall das Augenlicht auf der rechten Seite verloren. Dort prangt mittlerweile eine winzige, kabellose Kamera, die Bilder für den “Eyeborg“-Dokumentarfilm http://eyeborgproject.com lieferte. Dieser wird im Rahmen der Promotion für ein Computerspiel eingesetzt, in dessen Welt die künstliche Verbesserung des menschlichen Körpers Alltag ist. Knut Braun vom Internationalen Bionik-Zentrum an der Universität des Saarlandes http://bionik-zentrum.de betrachtet die Aktion kritisch und fürchtet im pressetext-Interview um den wissenschaftlichen Bionik-Begriff. Er warnt auch vor Trittbrettfahrern.

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Presse // 29. Juli 2011

Bionik-Zentrum in Nürnberg

Der CSU-Bezirksvorsitzende und bayerische Umweltminister Markus Söder möchte mit drei inhaltlichen Schwerpunkten seine Partei in den nächsten Jahren in Nürnberg wieder mehrheitsfähig machen: Lebensqualität in der Stadt, Gesundheit, Bildung.
“Wir wollen Nürnberg als Öko- und Gesundheitsstadt Profil geben.“ Dazu gehören die Einrichtung eines Bionik-Zentrums, wahrscheinlich zusammen mit dem Tiergarten, und eines “Hauses der Bayerischen Gesundheit“.

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Presse // 29. Juli 2011

Ideen am Fließband

Unternehmen leben von Innovationen. Der Konzern Festo engagiert dafür externe Forscher – und spart so viel Zeit und Geld.

Viele Unternehmen kooperieren heute in der Produktentwicklung mit Universitäten und Forschungsinstituten, doch kaum eines hat diese Zusammenarbeit derart verinnerlicht und institutionalisiert wie der Automatisierungsspezialist Festo. Schon 2006 rief das Unternehmen mit 1,8 Mrd. Euro Umsatz und mehr als 14.000 Mitarbeitern weltweit das Bionic Learning Network ins Leben, ein Bündnis aus Hochschulen, wissenschaftsnahen Instituten, Entwicklungsfirmen und Ingenieurbüros. Das prägende Kennzeichen des Innovationsverbunds: Dynamik. Ähnlich wie lebende Organismen in der Natur versucht Festo, seine interdisziplinären Entwicklerteams den ständig wechselnden Anforderungen anzupassen.
Bei der Entwicklung des Rüssels waren zum Beispiel Bioniker nötig, das sind Experten, die von der Natur abschauen, was sich in die Welt der Technik übertragen lässt. Die idealen Partner fanden Post und Network-Leiter Markus Fischer beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart. Die Fraunhofer-Experten sind für Festo aber nur ein Partner von vielen: Bei der Erforschung künstlicher Intelligenz arbeiten sie zum Beispiel auch eng mit der Universität Stuttgart zusammen, beim Thema Strömungsverhalten mit Experten von der TU Berlin.

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Presse // 29. Juli 2011

Gecko-Tape – BBC hängt an Kieler Universität

An 20 x 20 Zentimetern Hightech-Folie hängt Wissenschaftsjournalist Dr. Mark Miodownik, während er für den englischen Fernsehsender BBC die Kieler Bionik-Forschung am eigenen Leib testet. Für einen Dokumentarfilm über Materialien der Zukunft machte das britische Team (im Bild links: Kameramann und Regisseur David Briggs) als einzige deutsche Station an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) halt. Im Frühjahr 2012 wird der Dokumentarfilm auf “BBC Four“ ausgestrahlt.

Das so genannte “Gecko-Tape“, an dem Miodownik hier hängt, ist den Haftmechanismen von Gecko- und Käferfüßen nachempfunden, erklärt Professor Stanislav Gorb: “Die künstlich hergestellte Folie kann immer wieder verwendet werden, löst sich rückstandsfrei und hält sogar auf feuchten, rutschigen Untergründen.“

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Forschung // 29. Juli 2011

Biologischer Bleigurt

Der Biochemiker David Pond und der Ökologe Gerant Tarling berichten, das beim Abstieg der Copepoden (Ruderfußkrebse) in größere Meerestiefen sich die flüssigen Fettreserven verfestigen und so als Ballast gegen das passive Hochdriften wirken.“ von EClv2 aus www.tauchen.net

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