BIOKON – Das Bionik-Kompetenznetz

Nachrichten mit Nachhall

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Albert Einstein, Physiker

Bionik ist das anwendungsorientierte Zusammenspiel von Wissenschaft und forschenden Unternehmen. Ihre Ergebnisse zielen auf Innovationen nach dem Vorbild der Natur. Sie sollen immer das Potenzial haben, Ideengeber für ein besseres Morgen zu sein. Solchen erfolgreichen Lösungen schaffen Nachrichten mit Nachhaltigkeit.

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Forschung // 8. September 2011

Muscheln nutzen Wasserstoff als Energiequelle

An Schwarzen Rauchern – schlotförmigen Geothermal-Quellen der Tiefsee – wimmelt es nur so von Leben. Jetzt haben deutsche Wissenschaftler Muscheln entdeckt, die mithilfe von Bakterien Energie aus Wasserstoff gewinnen. Dabei scheint es sich um ein durchaus weit verbreitetes und äußert effizientes Konzept zu handeln.

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Forschung // 8. September 2011

Intelligentes Tattoo

In elastischen Kunststoff integriert messen Sensoren über die Haut Herzschlag und Hirnströme und registrieren kleinste Muskelbewegungen

Über eine Art Pflaster könnten in Zukunft medizinische Daten wie Herzschlag und Hirnströme gemessen werden. Amerikanischen Wissenschaftlern gelang es, verschiedene elektronische Komponenten in eine hauchdünne Kunststoffschicht zu integrieren. Außerdem glauben sie, über sensible Sensoren, die kleinste Bewegungen der Muskeln aufzeichnen, Menschen mit muskulären oder neurologischen Erkrankungen bei der Kommunikation helfen zu können.

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Forschung // 8. September 2011

Fledermäuse haben eine innere Landkarte

Navigation für Fortgeschrittene:

Fledermäuse haben eine innere Landkarte und orientieren sich unter anderem an markanten Punkten im Gelände

Fledermäuse verlassen sich beim Navigieren nicht immer ausschließlich auf ihr Echosystem: Sie haben auch eine imaginäre Karte und eine Art GPS im Kopf, um sich zu orientieren. Wo sie sich auskennen, nutzen die Säugetiere vor allem markante Geländepunkte, wie Bergrücken, Lichter von Siedlungen oder hoch herausragende Bäume, hat ein internationales Forscherteam jetzt bei Nilflughunden gezeigt. Und auch fern der Heimat und ohne optische Hilfsmittel finden die ägyptischen Fledermäuse zurück zu ihren Höhlen – hier scheint das GPS zu helfen, denn nach kurzer Orientierung entscheiden sich die Tiere intuitiv für die Himmelsrichtung, die gen Heimat führt.

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Presse // 8. September 2011

Auszeichng für 6 Prof. der CAU für erfolgreichen Wissenstransfer

Sieben auf einen Schlag: CAU besteht den Praxistest

In diesem Jahr zeichnete die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein sechs Professoren und eine Professorin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für erfolgreichen Wissenstransfer aus. Die Prämien gehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihr Know-how in der Wirtschaft verbreiten. Insgesamt gab es in diesem Jahr 19 Empfänger der Transferprämie. Um eine der Prämien zu erhalten, müssen Institute intensiv mit Unternehmen kooperieren, Patente anmelden, Existenzgründungen unterstützen oder für die Praxis publizieren. Der Förderbetrag liegt zwischen 5.000 und 20.000 Euro.

An der CAU gehören zu den Prämienträgern 2011 die Professoren Rainer Adelung (Institut für Materialwissenschaft), Stanislav Gorb (Zoologisches Institut), Wilhelm Hasselbring (Institut für Informatik), Christian Jung (Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung), Reinhard Koch (Institut für Informatik), Carsten Schulz (Institut für Tierzucht und Tierhaltung) sowie Professorin Karin Schwarz (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde).

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Presse // 8. September 2011

Spicarium II: Bionik-Abteilung

Die Seepocke erfreut sich unter Seeleuten keiner allzu großen Beliebtheit. Der Rankenfußkrebs heftet sich unter der Wasserlinie an Boote und Schiffe. Irgendwann ist der ganze Rumpf mit einem Teppich aus Seepocken bedeckt. Und der bremst die Geschwindigkeit des Schiffs. Den Bionikern nötigt das daumengroße Tierchen gleichwohl Respekt ab. Warum, das erfährt man im Obergeschoss des Spicarium.

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Presse // 8. September 2011

Bionik-Lehrpfad in Konstanz

Seit jeher lernt der Mensch von der Natur und versucht, ihre Problemlösungen für sich zu nutzen. In der modernen Wissenschaft nennt man die Lösung technischer Probleme mit Hilfe der Natur Bionik. Und diese Bionik findet man heute an zahlreichen Orten – auch dort, wo man sie nicht vermutet. Hier setzt das Kooperationsprojekt der Universität Konstanz mit dem städtischen Bodensee-Naturmuseum an. Gemeinsam haben Universität und Museum an drei verschiedenen Standorten zoologische wie botanische Beispiele für angewandte Bionik zu einem Bionik-Lehrpfad zusammengefasst. Um Schüler auf spielerische und interaktive Art und Weise an die Thematik heranzuführen, wurden spezielle Übungsmaterialien und Bildungsformate wie zum Beispiel ein Wissenskoffer konzipiert.

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Presse // 8. September 2011

Vorbildliche Wiederkäuer

Autoreifen, die sich ihre Haftfähigkeit bei Reptilien abgucken, Klettverschlüsse, die nach dem Vorbild von Pflanzen funktionieren: Erfinder gucken sich viel bei der Natur ab. Welchen Stellenwert Bionik (ein Kunstwort aus Biologie und Technik) für die Region hat, das zeigt unsere Zeitung mit einer kleinen Serie. Heute: Wie ein Biogasanlagenbauer mit Kuh-Technik erfolgreich ist.

Alfred van den Berg hält große Stücke auf die Natur. “Die Natur ist Meister darin, das Optimale zu fördern und das Schlechte fallen zu lassen“, sagt der gelernte Landmaschinentechniker. Zusammen mit seinem Bruder und Elektrofachmann Stefan Röring sowie 45 Mitarbeitern baut er mit der Firma Röring Energie-Anlagen in Vreden unter anderem Biogasanlagen. Die funktionieren bei ihnen anders als Anlagen anderer Hersteller – nämlich ein wenig so wie eine Kuh.

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Forschung // 29. Juli 2011

Biologischer Bleigurt

Der Biochemiker David Pond und der Ökologe Gerant Tarling berichten, das beim Abstieg der Copepoden (Ruderfußkrebse) in größere Meerestiefen sich die flüssigen Fettreserven verfestigen und so als Ballast gegen das passive Hochdriften wirken.“ von EClv2 aus www.tauchen.net

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Forschung // 29. Juli 2011

Parasiten als Schwimmlehrer

Bionik. – Der Erreger der Schlafkrankheit bewegt sich mithilfe einer Geißel im Blut seines menschlichen Wirts fort. Physiker der Technischen Universität Berlin benutzen studieren die Fortbewegungsweise der Einzeller, um Tipps für Mikromaschinen zu bekommen.

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Forschung // 29. Juli 2011

A Biological Screw in a Beetle’s Leg

The coxa-trochanteral joints on the legs of the weevil Trigonopterus oblongus (Pascoe) work as a biological screw-and-nut system. The apical portions of the coxae closely resemble nuts with well-defined inner threads covering 345°. The corresponding trochanters have perfectly compatible external spiral threads of 410°.

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Forschung // 29. Juli 2011

Wie das Gehirn Tisch und Stuhl unterscheidet

Neurologen entdecken Hirnfunktionen bei der Objekterkennung

Untersuchungen eines Menschen mit einer ungewöhnlichen Hirnschädigung haben US-Forschern Einblicke ermöglicht, wie das Gehirn Gegenständen eine Bedeutung zuordnet. Der von der sogenannten Objekt-Agnosie Betroffene kann infolge einer Hirnverletzung beispielsweise nicht mehr unterscheiden, ob er einen Tisch oder einen Stuhl vor sich hat. Andere geistige Fähigkeiten sind dagegen nicht beeinträchtigt. Dies ermöglichte Christina Konen von der Princeton University und ihren Kollegen, die für Objekterkennung verantwortlichen Hirnfunktionen einzugrenzen. Ihren Ergebnissen zufolge gibt es keinen einzelnen Hirnbereich, der Objekt-Informationen verarbeitet. Vielmehr arbeiten verschiedene Regionen dabei zusammen. Allerdings scheint es eine kritische Schaltzentrale zu geben, die bei Schädigung zum Ausfall dieses Netzwerkes führt.

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